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  Schreineratelier Koch aus Egenhausen zeigt ein gutes Herz  
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Im zweiten Schuljahr wird an der Grundschule Egenhausen ein hörgeschädigtes Kind aus Oberschwandorf unterrichtet. Lukas kann nichts hören und muss deshalb in der Gebärdensprache mit Dolmetschern kommunizieren. Dies ist für ihn kein Problem, denn er und seine Dolmetscher beherrschen diese Sprache perfekt. Damit Lukas aber auch mit seinen Klassenkameraden "sprechen" kann wurde in der Klasse 1/2a ein zusätzlicher Kurs eingerichtet, in dem die Kinder gemeinsam die Gebärdensprache erlernen. Eine tolle Sache, denn so können Lukas und seine Klassenkameraden nicht nur im Unterricht, sondern auch in den Pausen oder beim Spielen am Nachmittag sich gegenseitig mitteilen.

Die Kosten für die Gebärdensprachendolmetscherin wurden bisher von mehreren Sponsoren getragen. So beteiligte sich die Firma dieda aus Egenhausen schon zweimal mit jeweils 500 Euro, sowie die Stiftung des Kabarettisten Christoph Sonntag, ebenfalls mit 500 Euro.

Gehört davon haben inzwischen die Eheleute Koch vom Schreineratelier Koch in Egenhausen. Spontan erklärte sich Frau Koch bereit sich für diese Sache einzusetzen. In der vergangenen Woche war es dann soweit. Herr und Frau Koch, sowie Bürgermeister Frank Buob und Schulleiter Dirk Seifert konnten sich bei einem Besuch in der Grundschule überzeugen, dass die Spende in Höhe von 500 Euro sehr gut eingesetzt wird. Alle vier konnten den Gebärdensprachkurs miterleben und das Engagement und die Freude der Kinder sehen.

Bei der anschließenden Scheckübergabe und einem Gespräch stellte man unisono fest, dass der Inklusionsgedanke an der Grundschule Egenhausen nicht nur auf dem Papier sondern tatsächlich gelebt wird. Auch seitens des Schulträgers betonte Bürgermeister Frank Buob, dass man in Egenhausen nicht nur auf Kinderfreundlichkeit großen Wert gelegt, sondern dass auch Kinder mit Behinderungen sich an der Schule wohlfühlen dürfen, auch wenn sie wie Lukas nicht in Egenhausen wohnen.

Familie Koch, die selbst ein Kind mit Behinderung hat, lobte das Engagement aller Beteiligten und sprach die Hoffnung aus, dass es in Egenhausen oder Umgebung weitere "Nachahmer" gibt, die das Inklusionsprojekt der Grundschule unterstützen.

11/2012