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  Erfolgreiche Inklusionsarbeit an der Grundschule Egenhausen
kann fortgeführt werden
 
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Seit vielen Jahren werden an der Grundschule Egenhausen Kinder mit Behinderungen beschult (ausführliche Informationen dazu sind auf der homepage www.grundschule-egenhausen.de unter Pädagogik zu finden).

Seit September 2011 stellt sich die Schule der Herausforderung ein Kind mit Hörschädigung zu beschulen, eine Maßnahme der Inklusion, die besagt, dass Kinder mit Behinderungen an der Regelschule unterrichtet werden.

Lukas hört nahezu nichts und ist in den meisten Unterrichtsfächern auf zusätzliche Hilfen angewiesen. So steht an zwei Wochentagen eine Sonderschullehrerin zur Verfügung, an den übrigen Schultagen sind Dolmetscher da, die sämtliche sprachlichen Aktionen in Gebärdensprache übersetzen.

Nun besteht ja der Schulalltag nicht nur aus dem Unterricht, sondern auch aus Pausen, Spielzeiten usw. und aus nachmittäglichen Aktivitäten. Deshalb war es notwendig eine Möglichkeit zu finden, damit auch die Schulfreunde und Klassenkameraden mit Lukas kommunizieren können.

Da Lukas nicht am Schulort wohnt, aber gerne auch den Nachmittag in Egenhausen bei Freunden verbringt, entschied man sich, dass zumindest seine Klassenkameraden „seine Sprache“ erlernen sollten. Rasch war ein Konzept dafür erstellt und eine der Gebärdensprachendolmetscherinnen, Annett Bauerheim von der Logopädiepraxis in Böblingen, erklärte sich bereit, einen Kurs für die Klasse durchzuführen. An zwei Tagen in der Woche kamen die Kinder früher zur Schule, um gemeinsam mit Lukas ständig neue Gebärden zu erlernen. Ihm machte dies natürlich große Freude, da er ja Experte war, aber auch weil seine Mitschüler nun mit ihm “reden“ konnten.

Es ging dann noch um die Finanzierung des Kurses, was sich aber nicht als großes Problem erwies, da sich eine einheimische Firma spontan dazu bereiterklärte dieses Projekt zu unterstützen. Die Leitung der Firma DIEDA unter der Regie von Florian David stellte einen Betrag von 500 €uro zur Verfügung, der dann fast ausreichte um bis zum Ende des letzten Schuljahres den Kurs zu gewährleisten.

Alle Beteiligten waren letztendlich der Meinung, dass auch im aktuellen Schuljahr dieses Projekt weitergeführt werden sollte. Allerdings war nun das Geld verbraucht und man musste nach neuen Wegen suchen.

In den Sommerferien ergab sich dann auf die Initiative von Lukas` Eltern ein Kontakt zu dem schwäbischen Kabarettisten Chritoph Sonntag bzw. zu dessen Stiftung. Diese Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wünsche von Kindern zu erfüllen, sogenannte Sternchen. Die Schule hat sich für das Projekt „Sternchenfänger“ beworben und nach einigen wenigen unbürokratischen Kontakten kam der positive Bescheid:

 

 
 


Die Stiphtung Christoph Sonntag unterstützt den Gebärdensprachkurs für die Schulklasse, in der Lukas integriert ist, in einem Gesamtwert von 500,- €.

Vereinbarung zwischen der Grundschule Egenhausen und der STIPHTUNG CHRISTOPH SONNTAgGmbH                →

 

 

 

Somit war die Fortführung des Kurses gewährleistet und die Klassenkameraden von Lukas konnten weitere Gebärden erlernen und sich aneignen, damit sie mit Lukas kommunizieren können. Sehr erfreulich ist, dass immer wieder Kinder zu sehen sind, die in der Gebärdensprache mit Lukas „reden“, aber dass auch Lukas sich immer mehr traut, sich mit Gebärden verständlich zu machen. Bei der diesjährigen Weihnachtsfeier wird die Schulklasse von Lukas sogar ein komplettes Weihnachtslied mit Gebärden begleiten.

Somit leistet die Christoph-Sonntag-Stiphtung einen wertvollen Beitrag, damit die Inklusion an der Grundschule Egenhausen auch weiterhin gut funktionieren kann. Schulleiter Dirk Seifert bedankte sich schriftlich, aber nun auch auf diesem Weg, bei den Verantwortlichen der Stiftung und natürlich auch bei Christoph Sonntag ganz persönlich.

Weitere Infos zur Stiftung: www.stiphtung.tv oder www.sternchenfaenger.de

Dass es auch nach dem Engagement der Christoph Sonntag Stiphtung weitergeht, ist auch schon geklärt. Die Egenhauser Firma DIEDA hat schon bei der Schule angefragt, ob sie sich wieder einbringen darf, damit dieses Projekt auch weiterhin eine Zukunft hat.