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  Staatssekretär Fuchtel besucht Grundschule  
  Lob für Arbeit der Grundschule  
  Staatssekretär Fuchtel überreicht Urkunde für vorbildliches Engagement / Unterricht nach UN-Konvention in Egenhausen  
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Die Anerkennungsurkunde des Jakob Muth-Preises für inklusive Schule überreichte Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Mitte), flankiert von Rektor Dirk Seifert (links) und Bürgermeister Frank Buob (rechts), an die Grundschule Egenhausen.

 
         
 

Mit einer Anerkennungsurkunde des Jakob Muth-Preises ist die Arbeit der Grundschule Egenhausen gewürdigt worden. Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel hat Rektor Dirk Seifert persönlich die Auszeichnung für das "vorbildliche Engagement auf dem Weg zur inklusiven Schule" überreicht. Damit schließt sich für den Bundestagsabgeordneten der Kreis, denn er hatte in seinem Wahlkreis Calw/Freudenstadt für die Teilnahme an dem bundesweiten Wettbewerb geworben.

Die Bertelsmann Stiftung zeichnet jährlich in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und der Deutschen UNESCO-Kommission Bildungseinrichtungen aus, in denen behinderte und nicht behinderte Kinder vorbildlich gemeinsam lernen. "Ich bin sehr dankbar, dass das Thema Inklusion in Egenhausen ernst genommen wird", betonte Hans-Joachim Fuchtel, der als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales auch für Behindertenfragen zuständig ist.

Teilhabe im Sinne der aktuellen Konvention der Vereinten Nationen gehe deutlich weiter als die bisherigen Integrationskonzepte, betonte der Abgeordnete. Behinderte sollen verstärkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben, um ihnen mehr Selbstverwirklichung möglich zu machen. "Behinderte Schüler können unwahrscheinlich viel zum Schulalltag beitragen", sagte Fuchtel. Lehrer, Eltern und Schüler in Egenhausen seien Vorbilder für die Gesellschaft. "Jeder Mensch hat seine Gaben, das gilt für Behinderte genauso wie für Gesunde", so der Staatssekretär.

Auch Bürgermeister Frank Buob freute sich für seine Gemeinde, auf eine solche Anerkennung verweisen zu dürfen. Er lobte das inklusive Unterrichtskonzept des Lehrerkollegiums. Schulleiter Seifert hatte zuvor deutlich gemacht, dass die Kommune ihre Grundschule und den Kindergarten bei ihren Aufgaben hervorragend unterstütze. In Egenhausen werde in großer Harmonie, mit Engagement und Einsatzwillen der Schulalltag für die jungen Mitbürger gestaltet.

Derzeit nimmt ein sehbehinderter Junge am Unterricht teil, unterstützt durch seine Betreuerin Erika Klindera. Hätte die Schule nicht die Bereitschaft signalisiert, den Zweitklässler nach dem Kindergarten aufzunehmen, müsste er täglich die weite Anfahrt in die Sehbehindertenschule nach Stuttgart auf sich nehmen und würde aus seiner gewohnten Umgebung und seinem Freundeskreis gerissen. Mit Unterstützung von Lehrern, Eltern und Mitschülern kann er in Egenhausen ein annähernd normales Schülerleben führen.

Doch für Egenhausen ist der gemeinsame Unterricht von Behinderten und Nichtbehinderten kein Neuland. "Inklusion ist für uns schon seit vielen Jahren Selbstverständlichkeit", sagte Dirk Seifert, der auf den Werdegang eines jungen Rollstuhlfahrers verwies, der in Egenhausen die Grundschulzeit erleben durfte und derzeit an der Nagolder Realschule auf dem Weg zur Mittleren Reife ist. "Diese Schüler bereichern unseren Schulalltag ganz enorm", so Seifert, vom gemeinsamen Unterricht würden beide Seiten profitieren.

Auch engagiere sich die Schule regelmäßig mit praktischen Kunstprojekten für die Arbeit mit Behinderten. Inklusion fängt für die Grundschule Egenhausen schon bei der Kooperation mit dem örtlichen Kindergarten an. Durch die regelmäßige Teilnahme an den Gruppenstunden werden frühzeitig Defizite, vor allem im sprachlichen Bereich, entdeckt, die durch rechtzeitige Förderung behandelt werden können.

Bericht auch unter www.fuchtel.de Rubrik Aktuelles